Hoodies – von wütenden Teenagern und seriösen Geschäftsleuten

On 17. Februar 2017 by Schoene Fashonwelt Redaktion

hoodie-2Es gab eine Zeit, in der Mann gleich ein Bankräuber oder zumindest ein Shoplifter war, wenn er mit einem Hoodie durch die Stadt lief. Der Stempel des sozial Merkwürdigen wurde sogar noch schneller aufgedrückt, wenn die Kapuze auf dem Kopf getragen wurde. Heute ist das zum Glück ganz anders. Das hat vor allem damit zu tun, dass dem Hoodie (gerne auch Kapuzenpulli genannt) eine willkommene und auch wichtige Trendwende widerfahren ist. Berühmte Schauspieler und Musiker haben die Hoodies salonfähig gemacht. Somit sind einflussreiche und große Namen der Modewelt auf den eigentlich so zeitlosen, warmen Begleiter aufmerksam geworden und verpassten ihm einen neuen, besseren Ruf. Die Zeit, in der es lediglich wild vor sich hin pubertierenden Jugendlichen vorbehalten war, eine Hoodie zu tragen, ist vorbei. Es wurde aber auch Zeit.

 

Die Geschichte der Hoodies

Lange bevor sie Zeugen zwielichtiger Machenschaften in dunklen Gassen wurden, dienten sie dazu, Sportler bei kalten und nassen Wetterbedingungen warm und trocken zu halten. Seitdem wurden die Hoodies Stück für Stück Teil der Hip-Hop-Kultur, der Skater- und Snowboarder-Szene, sie wurden das Kleidungsstück schlechthin für wütende Teenies, Studenten und – wer hätte es gedacht – den Laufsteg!

 

hoodie-1Die Rückkehr der Kapuze

Ein Hoodie wurde für den praktischen Nutzen im alltäglichen Gebrauch entwickelt. Da verwundert es nicht, dass vorzugsweise Männer eben diesen äußerst gerne tragen. Denn seien wir mal ehrlich: Männermode hat noch immer zum größten Teil mit Funktionalität zu tun. Da kommt der Kapuzenpullover wie gerufen. Nun haben zahlreiche Designer im Verlauf der letzten Jahre verzweifelt versucht, die Hoodies “kaputt” zu designen – um es mal so zu sagen. Auffällige Schnitte, fragwürdige Muster, zu große Kapuzen, zu kleine Kapuzen. Alles wurde ausprobiert. Glücklicherweise scheint es nun so, als ob sich der Hype ein Wenig beruhigt hätte. Die Basics kommen wieder hervor; und das freut uns alle. Weniger ist ja bekanntlich mehr.

 

Hier ein paar generelle Hoodie-Richtlinien:

  • Denkt gar nicht daran, euren alten Linkin Park Hoodie auszugraben. Ihr seid keine von Angst gesteuerten Teenager mehr. Und die 2000er sind auch vorbei.
  • Haltet Ausschau nach guten Baumwoll-Designs, um ein Höchstmaß an Qualität zu erhalten.
  • Pullover-Schnitte sehen prinzipiell immer besser aus als Varianten mit Reißverschluss.
  • Jagt nicht blindlings den neuesten Trends hinterher, nur um euch einen angesagten Hoodie schnappen zu können. Setzt auf zeitlose Schnitte, Farben und Muster.
  • Für den Alltagsgebrauch haltet Ihr am besten Ausschau nach lockeren Schnitten. Beim Sport sollte es ein Wenig körperbetonter sein.
  • Falls Ihr kein Uni-Student seid gilt folgende Regel: University Hoodies sind ein absolutes No-go!
  • Personalisierte Hoodies mit aufgedruckten “witzigen” Sprüchen sollten niemals getragen werden.
  • Seid Ihr über 40 Jahre alt? Falls ja, greift nach ganz einfachen Basics – am besten ohne Aufdruck.

 

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