Der ultimative Trend für Männer in der kalten Jahreszeit: Statement Outerwear

On 21. September 2016 by Schoene Fashonwelt Redaktion

Besonders der Mantel hat es den Fashion-Fetischisten in diesem Jahr angetan. Das richtige Statement erwischen ist dabei jedoch alles andere als einfach. Was hat es mit dieser neuen Bewegung auf sich? Wir klären Euch auf!

 

man-jacket-1Man sagt, Mann solle in der kommenden Saison besonders in jene Teile investieren, aus denen man am meisten herausholen kann. Beispielsweise die bestmöglichen Hemden für wenig Geld. Oder auch der obligatorische Blazer in Navy, den man ständig und zu jedem Anlass tragen kann. Man solle vor allem die so genannte “cost-per-wear-ratio”, die auf Deutsch ungefähr so viel bedeutet: gebt gerne etwas mehr für ein Teil aus, wenn Ihr es dafür dann oft tragen und mit vielen anderen Teilen kombinieren könnt. Kauft kein Kleidungsstück, wenn Ihr Euch nicht mindestens sechs verschiedene, komplette Outfits damit vorstellen könnt. So lautet die Regel in diesem Jahr.

Dabei scheint es so, als hätte zum Beispiel Guccis Alessandro Michele nicht richtig zugehört. Haider Ackermann auch nicht. Auch geben J.W. Anderson oder Riccardo Tisci nicht viel auf die aufgestellten Regeln der vermeintlichen Fashion-Experten. So ziemlich jeder Designer, der einen hohen Bekanntheitsgrad inne hat, scheint sich nicht sonderlich für die auferlegten Regeln begeistern zu können. In dieser Saison legt die Outerwear-Mode endlich ihre Scheuklappen ab und tut etwas, von dem wir nie wirklich dachten, es sei angebracht: Die Outerwear wird wild! Wir sehen Pelz und Muster, mit denen uns unsere Mütter nicht vor die Tür lassen würden. Sind die Designer trotzig? Nein. Möchten sie vielleicht ein Exempel statuieren? Ja, vielleicht. Was sie definitiv erreichen möchten ist etwas, dass die Outerwear für Männer lange Zeit komplett außer Acht gelassen hat: Spaß.

 

man-jacket-2Der Runway – was bisher geschah.

In der Sommersaison zog die Sukajan, besser bekannt als Souvenir Jacket, alle Blicke auf sich. Nun folgen auf diesen Trend Statement Mäntel. Warum ist das so? Vielleicht hat es mit dem heutigen Klima zu tun, dass uns mehr oder weniger dazu zwingt, die Auffälligkeit der warmen Jahreszeit wetterfest zu machen. Vielleicht ist aber auch lediglich der Drang danach, aufzufallen – gerade heutzutage, wo sich doch Instagram-Likes zur neuen Währung in der Modewelt entwickeln. Und was fällt schon eher auf, als beispielsweise ein riesiger Mantel, der mit wilden Mustern versehen wurde. Der Trend geht jedenfalls deutlich in eine alles verändernde Richtung, die den Bereich der Outerwear neu definieren wird. Jedoch gilt es auch, diese etwas rebellische Bewegung im Zaum zu halten, beziehungsweise sie gekonnt einzusetzen, denn nichts wäre schlimmer, als Mode, die sich lächerlich macht, indem sie zu viel auf einmal sein möchte.

 

jacket-man-3Weniger ist mehr.

Der Outerwear auf den wichtigen Laufstegen dieser Welt wurde – um ehrlich zu sein – in vielen Fällen mit der Brechstange zur Auffälligkeit verholfen. Dabei müsste das gar nicht sein. Die Männermode für Draußen war bisher derart bieder, dass schon ein oder zwei kleine Details ausreichen, um dem Ganzen einen auffälligen und dennoch nicht zu wilden Touch zu geben. Bekannte Designer wie Maison Margiela, Raf Simons und Prada haben das bisher sehr gut gemacht. Sie setzen dabei auf ein auffälliges Detail, dass durch den restlichen, sehr einfach gehaltenen Look besonders hervorsticht. Möchte man zu viel auf einmal, erreicht man das Gegenteil. Was in so vielen Bereichen des menschlichen Lebens eine gängige Binsenweisheit ist, trifft auch in der Modewelt voll und ganz zu. Ein Mantel mit riesigen Karomustern in Grün und Blau ist dann überhaupt kein Problem, wenn sein Schnitt einfach gehalten und simpel ist. Da ist es also wieder, dieses eine, ganz bestimmte Detail, das den entscheidenden Unterschied macht.

 

Ein Fazit.

Wie wir nun also wissen, tut sich etwas im Bereich der Outerwear. Wir empfinden dies als äußerst angebracht. Vorbei sind die Zeiten des Grau-in-Grau-Looks, der immer dann an jeder Straßenecke zu sehen war, sobald es draußen kälter wurde. Wir freuen uns auf die neue, bunte und wilde Bewegung. Dabei gilt es jedoch, den Bogen nicht zu weit zu spannen – weder die Designer, noch diejenigen, die es tragen, sollten zu viel auf einmal wollen. Ein kleines Detail reicht oft aus, um den alles entscheidende Unterschied zu machen.

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