Das Ende des Sommers – der Beginn des Minimalismus

On 3. August 2017 by Schoene Fashonwelt Redaktion

fallfashion-man-white-1Wir alle müssen nun ganz stark sein, denn der Sommer – falls man ihn in diesem Jahr so nennen kann – neigt sich tatsächlich langsam aber sicher dem Ende zu. Hawaii-Hemden, Flipflops und Tanktops werden also ein weiteres, letztes Mal ausgegraben und von der breiten Masse an Sonnen-Hungrigen durch die Straßen der Städte getragen. Ab sofort schlägt die Stunde des Minimalismus. Der so einfach gehaltene aber keineswegs langweilige Stil findet bereits jetzt den idealen Start in die kommende Herbstsaison und bildet das perfekte Pendant zu den so farbenfrohen und auffälligen Stilen, die bisher den kompletten Sommer beherrschten. Wir haben Euch ein Paar der wichtigsten Merkmale des Minimalismus rausgesucht, die bereits jetzt einen gelungenen Auftritt im Alltag garantieren.

 

fallfashion-man-jacket-1Variiert die Farbpalette und haltet es einfach.

Minimalismus bedeutet keineswegs Eintönigkeit oder Langeweile und er verlangt auch nicht zwangsläufig nach einfachen Farben wie Schwarz oder Weiß. Nahezu alle Designer sind sich bei der Farbwahl in diesem Jahr einig: Khaki, Beige, Grau oder Olivgrün sind die absoluten Renner für das perfekte Ausklingen des Sommers. Ihr solltet bei der Wahl der passenden Farbe jedoch nicht blindlings nach irgendeinem Erdton greifen. Auch beim Minimalismus bestehen gewisse Regeln, nach denen Ihr vorgehen solltet. So eignen sich beispielsweise Töne wie Khaki oder Navy besonders gut für helle Haut, während Kaffeebraun, Pink oder Pastellfarben bestens für dunklere Hauttöne geeignet sind. Ihr habt also – entgegen aller Vermutungen – eine ziemlich große Auswahl an verschiedenen Farben. Doch sind es besonders die Erdtöne, die auch im Minimalismus besonders beliebt sind. Der so einfache Stil verlangt auch keine komplizierten Abstimmungen von unterschiedlichen Tönen oder Schnitten. Alles, was Ihr für ein gelungenes Outfit benötigt ist ein gut sitzendes T-Shirt oder Hemd, ein Paar einfache, gut geschnittene Shorts und weiße Trainers, kombiniert mit einer stilvollen Sonnenbrille – und fertig ist der ideale Auftritt für einen Tag im Büro, am Strand oder auf der Straße. Auch ein weit geschnittenes Shirt, kombiniert mit ein paar Jeans im Relaxed Fit kommen in diesem Jahr besonders gut. Solange Ihr nicht wie Ace Ventura ausseht, ist alles in Ordnung – versprochen.

 

Zelebriert lockere Schnitte und spielt mit den Stoffen.

fallfashion-man-white-2Muster sind ein absolutes No-Go, möchtet Ihr denn den Minimalismus so richtig feiern. Was also tun, wenn man keine Möglichkeit hat, durch Muster und Prints aufzufallen? Legt einfach mehr Wert auf einen perfekt sitzenden, entspannten Schnitt. Weite, unstrukturierte Ausführungen sieht man derzeit auf nahezu jedem Laufsteg; gute Neuigkeiten für jeden Minimalisten! Noch besser ist dann natürlich der simple Fakt, das sich entspannte Schnitte optimal für die letzten heißen Sommertage eignen. In luftigen, weit geschnittenen Hosenbeinen überhitzt man nicht so schnell und man ist in seiner Bewegungsfreiheit unglaublich uneingeschränkt. Der Minimalismus könnte zu keinem besseren Zeitpunkt Einzug in die Modewelt erhalten. Bezüglich der Farben solltet Ihr zu hellen Tönen tendieren, denn Schwarz absorbiert bekanntlich die Sonneneinstrahlung und lässt Euch früher oder später schwitzen, während helle Töne wie ein leichtes Grau oder Grün dafür sorgen, dass Ihr auch bei hohen Temperaturen stets einen kühlen Kopf bewahrt. Wenn möglich, lasst Hemden links liegen und greift zu lang geschnittenen T-Shirts, die sich wahlweise in die Hose stecken lassen. Des Weiteren solltet Ihr vom Motto der Wintersaison Gebrauch machen: wenn auffällige Farben und Prints nichts zu melden haben, dann haltet Ausschau nach interessanten Stoffen. Also kontrastiert die Stoffe. Ein gestricktes Shirt mit einer Hose aus Leinen – oder andersherum – verleiht Eurem Look einen wundervollen Kontrast, der nicht nur gewollt, sondern auch gekonnt aussieht. Ihr dürft Euch sehr gerne mit den Stoffen austoben. Vor allem im Bereich der Sportswear geht einiges! Eine Jogginghose aus Trikot-Stoff, kombiniert mit einer Nylon-Trainingsjacke und einem Poloshirt aus Baumwolle kommt in diesem Jahr besonders gut an.

 

Seid vorsichtig mit Accessoires.

Falls die Töne von T-Shirt und Hose in Kombination etwas langweilig und zu simpel daher kommen, ignoriert einfach Coco Chanels bekannte Mode-Regel und fügt ein kleines Accessoires hinzu. Ein Hauch von Silber am Handgelenk oder die richtige Sonnenbrille heben den gesamten Look deutlich hervor und runden die Sache gekonnt ab. Bei simplen Schnitten und kontrastreichen Farben lohnt es sich oftmals, das Accessoires zum Zentrum der Aufmerksamkeit zu machen. Ist Euer Outfit also größtenteils weiß, dann greift beispielsweise zu einer goldenen Armbanduhr. Falls Ihr bei Outfit auf Wald-Grün setzt, greift zu Ray Bans (im besten Fall Wayfarers) in Tortoiseshell – jener Farbe, die man hierzulande auch liebevoll “Schildplattzeichnung” nennt. Ein Hoch auf die deutsche Sprache.

 

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